Biologische Reinigungsstufe

der Vollbiologischen Kläranlage


Nach der mechanischen Reinigung wird das Abwasser in die Belebungsbecken geleitet wo die biologische Reinigung -  das Herzstück der Kläranlage Klostermarienberg -  durch Mikroorganismen erfolgt. Die biologische Reinigungsstufe besteht aus: Belebungsbecken mit Oberflächenbelüftung, Nachklärbecken und Schlammbehandlung und –entwässerung


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In den 2 Belebungsbecken  wird das Abwasser durch eine Vielzahl von Bakterien und anderen Kleinlebewesen gereinigt, die sich von den Elementen Kohlenstoff (C) und Stickstoff (H) aus den gelösten Verunreinigungen ernähren, sich laufend vermehren und dabei den „Belebtschlamm“ bilden.
Durch die Bakterien werden alle flüssigen unsichtbaren Verunreinigungen in absetzbaren Schlamm umgewandelt, der Reinigungsgrad beträgt 95 bis 98 Prozent.
 
2 ovale Umlaufbecken, je 2.200 m
 



Belebungsbecken

Der Sauerstoff, den die Bakterien zum Leben benötigen, wird von den Belüfterwalzen in die ca. 3 m tiefen Belebungsbecken eingebracht. Jedes Becken ist mit 2 Oberflächenbelüftern (Mammutrotoren) und 2 Propellerrührwerken ausgerüstet.
Die Oberflächenbelüfter haben einen Anschlußwert von je 37 kW und sind damit die Hauptenergieverbraucher der Anlage. Die Belebungsbecken sind für simultane Schlammstabilisierung mit Nitrifikation und simultaner Denitrifikation bemessen.
Eine weitergehende Abwasserreinigung erfolgt durch die chemische Fällung des Phosphats mit Eisensalzen.



Nachklärbecken

Der in den Belebungsbecken gebildete Schlamm wird in den Nachklärbecken bei 5 bis 8 Stunden Aufenthaltszeit abgesetzt. Das gereinigte Abwasser fließt über ein Auslaufbauwerk mit Rückstauklappe zur Rabnitz ab.
 
Rundbecken I:  32 m Durchmesser, 2.734 m3 Volumen
1 Stk. Rundräumer mit Boden- und Schwimmschlammräumschild, Zahnschwelle mit Tauchwand.



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Der abgesetzte Bakterienschlamm wird vom Rundräumer in den in Beckenmitte befindlichen Schlammtrichter geschoben und mit den Rücklaufschnecken in die Belebungsbecken zurückgepumpt. Ein kleiner Teil des Schlammes wird als Überschußschlamm der Schlammbehandlung zugeführt.
 
Rundbecken II: 19 m Durchmesser, 764 m3 Volumen
1 Stück Rundräumer

 

Der in den Belebungsbecken von den Mikroorganismen produzierte Klärschlamm wird anschließend zur Schlammbehandlung weiter gepumpt.