Schlammbehandlung und -entwässerung

der vollbiologischen Kläranlage


Der im Belebungsbecken von Mikroorganismen produzierte Klärschlamm wird zur Entwässerung und zur Zwischendeponie weitergefördert.


1.

Der in den Belebungsbecken bereits aerob stabilisierte Überschußschlamm mit rund 99% Wassergehalt wird mit Pumpen in den Schlammeindicker gefördert und auf 95-96% Wassergehalt eingedickt.
 
Schlammeindicker: Der Eindicker mit einem Volumen von 115 m3 trennt den Schlamm vom Trübwasser. Dieses fließt über eine Zahnschwelle ab und wird dem Kläranlagenzulauf zugeleitet.



2.

Über die Zulaufrinne gelangt das Abwasser zum Rechen. Über 2 Rechenstufen (grob und fein) werden Grob- und Schwimmstoffe  herausgefiltert und entsorgt.

 

Rechenanlage:
1Grobrechen – Stababstand 3 cm
1 Feinrechen – Spaltweite 7 mm, mit integrierter Rechengutpresse, durch die das Rechengut entwässert und kompaktiert in einen Container abgeworfen wird.

 

 



3.

In der Schlammentwässungsanlage wird der Schlamm vorerst mit organischen Polymeren bzw. mit Kalk und Eisensalzen aufbereitet (konditioniert), um ihn besser entwässerbar zu machen. Danach gelangt er in die Kammerfilterpresse, wo unter hohem Druck (12-16 bar) eine Reduzierung des Schlammvolumens um ca. 7/8 erfolgt.
 
Kammerfilterpresse: Presse für max. 300m3 Schlamm pro Woche.
88 Filterkammern mit insgesamt 2.895 Liter Inhalt.

Konditionierung wahlweise mit organischen Polymeren oder Kalk und Eisensalzen.

Kalksilo: 30 m3 Füllvolumen
FeCl3 – Tanks: 20 m3 Füllvolumen



4.

Das gepreßte Endprodukt ist danach sowohl für die Verfuhr auf eine Deponie als auch für die land- und forstwirtschaftliche Verwertung geeignet.
 
Schlammzwischenlager: Schlammaustrag aus Presse über einen Trogkettenförderer in das überdachte Schlammzwischenlager (ehemalige Schlammtrockenbeete)
 
Überdachte Fläche: ca. 420 m2,

Lagermöglichkeit für Sandfang- und Rechengut.